Aufgrund der hohen Heizkosten im Winter und der unerträglichen Wohnraumtemperatur von 30°C im Sommer wurden wir beauftragt die oberste Geschoßdecke zu dämmen.
Als Bestand fanden wir einen Brettlbinderdachstuhl vor, als Gehbelag war Heraklith mit Aufbeton verlegt. Wir schlugen aus vielerlei Gründen die Ausführung der Wärmedämmung mit Zellulose vor. Die entscheidenden Vorteile bei diesem Projekt liegen in der schnellen und fugenfreien Aufbringung der Dämmschicht zwischen der Holzkonstruktion, dem außerordentlich hohen Hitzeschutz im Sommer und dem einfachen Materialtransport - direkt über die Dachluke in den Dachboden



In den Gehbereichen zu den Dachluken montierten wir 70 cm breite Holzstege mit 24 cm Abstand vom Boden.


Um den Kamin wurde im Anschlußbereich zur Dämmschicht eine 5 cm starke Ummantelung aus unbrennbarem Dämmstoff angebracht.


Um die bestehende Dachbodentreppe mit Oberdeckel wurde ein 30 cm hoher Rahmen aus Holzplatten angefertigt und montiert.


Nach diesen Vorarbeiten wurde der Förderschlauch über die Fassade in den Dachboden verlegt und die Zellulosedämmung konnte ohne Transportaufwand hinaufgefördert und aufgebracht werden.


Nach dem Aufbringen der 29 cm starken Zellulosedämmschicht (dauerhaft mind. 24 cm stark) wurde diese mit Wasser übersprüht. Dadurch wird die Oberfläche verfestigt und der Dämmstoff vor Verwehung geschützt.


Diese 115 m² große Geschoßdecke konnte unter Mithilfe bauseits innerhalb eines Tages mit einer sauber ausgeführten, kostengünstigen und effektiven Wärmedämmung versehen werden. Mit dieser Maßnahme wurde die Behaglichkeit im Sommer als auch im Winter gesteigert und die zukünftigen Heizkosten sowie die Umweltbelastung wesentlich gemindert.